Neue Erinnerungszeichen in der Ohmstraße in München
4. Februar 2026Seit vergangener Woche wird an ihrem ehemaligen Wohnhaus in München an die Familie Rothschild erinnert. Im Rahmen des Projekts „Jüdisches Leben in der Ohmstraße“ haben wir am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, gemeinsam mit der Landeshauptstadt München und ihrem Kulturreferat Public History München fünf neue Erinnerungszeichen in der Ohmstraße angebracht. Die Erinnerungszeichen sind das lokale Pendant zu den bundesweit bekannten Stolpersteinen.
Neben den vier Mitgliedern der Familie Rothschild erinnert eines der neu angebrachten Zeichen an Siegfried Mathias. Der jüdische Kaufmann wurde von den Nationalsozialisten enteignet und nahm sich am 28. Januar 1939 in München das Leben. Während seine Kinder Hans und Else in die USA bzw. nach Argentinien emigrieren konnten, wurden seine Söhne Karl und Georg in Auschwitz ermordet.
Bei der feierlichen Einweihung der Erinnerungszeichen waren neben zahlreichen Nachbar:innen und Teilnehmenden des Projekts auch internationale Medien vor Ort. Wir freuen uns über das Interesse an den Geschichten der Familie Rothschild und Siegfried Mathias und die Aufmerksamkeit, die sie somit jetzt endlich erfahren.
Bilder: Lu Wang, Neumann & Kamp Historische Projekte
Am 27. Januar, dem Internationalen Holocaust-Gedenktag, wurden fünf neue Erinnerungszeichen in der Ohmstraße in München angebracht.
Dr. Matthias Georgi von Neumann & Kamp hielt einen kurzen Vortrag zu den neuen Erinnerungszeichen und den Menschen, an die mit ihnen erinnert wird.
Beim Anbringen der Erinnerungszeichen. Sie sind das lokale Pendant zu den bundesweit bekannten Stolpersteinen.