Rechercheprojekt für das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung

26. Februar 2026

Im Auftrag des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin sind wir der Frage nachgegangen, wie Flüchtlinge und Vertriebene, die nach 1945 nach Berlin kamen und dort blieben, in der Stadt lebten und arbeiteten. Was beschäftigte sie, wie begegnete man ihnen – und wie prägten sie Berlin langfristig?

Wir recherchierten Lebensgeschichten, suchten Gesprächspartner:innen und Objekte, mit denen sich Geschichte und Alltag von Flüchtlingen und Vertriebenen in West- und Ost-Berlin bis 1969 erzählen lassen. Ebenso nahmen wir die Reaktionen der DDR-Behörden in den Blick, insbesondere die Beobachtung der sogenannten Umsiedler durch die Staatssicherheit. Nach Abschluss der Arbeiten konnten wir dem Dokumentationszentrum neben zwei themenspezifischen Rechercheberichten, Kurzbiografien und Kontakten zu Zeitzeug:innen auch eine Liste mit knapp 120 möglichen Ausstellungsobjekten vorlegen.

Unsere Arbeit war Teil der Vorbereitungen für die Sonderausstellung „Zuflucht Berlin. Vertriebene in der geteilten Stadt“, die ab Frühjahr 2027 auf rund 460 Quadratmetern im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin zu sehen sein wird.

Bild: Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Einblicke in die Ständige Ausstellung, fotografiert von Markus Gröteke.


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