„Einen Friesen schlägt man nicht ungestraft!“

Frederik Paulsen: Ein deutscher Friese mit schwedischer Staatsbürgerschaft, der sich für europäische Minderheiten einsetzte. Ein politisch engagierter Student, den Flugblätter während des Dritten Reichs ins Gefängnis Neumünster brachten. Der Gründer des Pharmaunternehmens Ferring, das mit der Herstellung von Peptidhormonen international erfolgreich wurde. Diese und weitere Facetten seiner beeindruckenden Persönlichkeit werden in dieser neuen Biografie beleuchtet.

Tobias Birken, Katharina Roth und Matthias Georgi arbeiteten acht Jahren an der Biografie über diesen besonderen Menschen. Im Juni 2019 ist das Buch dann zum 110. Geburstag von Frederik Paulsen beim August Dreesbach Verlag erschienen.

Birken, Georgi, Roth: Frederik Paulsen. Ein friesisches Leben. Biografie. München 2019.
Paulsen Biografie Cover

Das Leben der Grande Dame des deutschen Films Ilse Kubaschewski (1907–2001)

Ilse Kubaschewski und ihr Gloria Filmverleih schrieben in der Nachkriegszeit mit Kassenschlagern wie „Grün ist die Heide“, „Die Trapp-Familie“ oder „La Dolce Vita“ Filmgeschichte. Der einstigen Stenotypistin gelang binnen weniger Jahre ein rasanter Aufstieg. Aus einfachen Berliner Verhältnissen stammend, avancierte die respektvoll „Kuba“ genannte Kubaschewski in München zur wichtigsten Filmverleiherin in den jungen Jahren der Bundesrepublik. Nicht zu vergessen sind ihre berühmten Gloria-Bälle, die zu den gesellschaftlichen Höhepunkten Münchens in den 1950er und 1960er Jahren gehörten.

Faszination Kubaschewski

Michael Kamp, Historiker und Autor zahlreicher Biografien, schrieb ein Buch über das faszinierende Leben der „Kuba“, das zahlreiche Facetten besaß. Kubaschewski war nicht nur erfolgreiche Unternehmerin in einer männerdominierten Branche. Sie war zugleich Filmproduzentin, legendäre Gastgeberin, Kinobetreiberin, Stifterin und Verdienstordenträgerin. Diese Lebensgeschichte ist beeindruckend und selbst einfach filmreif.

Stimmen zum Buch

In seiner Biografie beschreibt Michael Kamp, wie eng ihr Leben mit dem Film verbunden war, wie sie schon in ihrer Jugend in Berlin Stummfilme auf der Violine begleitet hat, wie sie Zugang zur Kinobranche fand und viele ihrer Träume in Erfüllung gingen. Der Autor hat gründlich recherchiert, spart auch das Privatleben von Ilse Kubascheswki und ihre Beziehung zu Luggi Waldleitner nicht aus, kann bei den Abbildungen aus dem Vollen schöpfen und hat mit „Glanz und Gloria“ erstaunlicherweise die erste Biografie über diese „Grande Dame des deutschen Films“ geschrieben. Sehr lesenswert.

Rezension (30. Januar 2018) auf www.hhprinzler.de. Die vollständige Rezension finden Sie hier

Informationen zum Buch

  • ISBN: 978-3-944334-58-5
  • Erschienen:
  • Sprache: Deutsch
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Erfinder, Unternehmer, Bürger 1870 bis 1928

Bernhard Dräger gehört zu den bedeutenden Erfindern und Unternehmern seiner Zeit. Er wirkte auf den Gebieten der Atemschutz-, Medizin-, Schweiß- und Tauchtechnik. Seine Atemschutzgeräte für den Bergbau und die Feuerwehr, seine Wiederbelebungsgeräte, die Narkoseapparate und Tauchergeräte – das sind alles Meilensteine der Technikgeschichte. Durch ihn wurde das von seinem Vater mitgegründete Drägerwerk in Lübeck zu einem Weltunternehmen. Diese neue Biografie ist dem Leben und Schaffen des Lübecker Unternehmers Bernhard Dräger gewidmet.

Bernhard Dräger: ein Porträt

Michael Kamp erzählt in seiner Biografie über Bernhard Dräger von dessen Ideen und Motivationen, von Erfolgen und Rückschlägen, von Familie und Beruf – kurz von allem, was ein Leben ausmacht. Er beschreibt zugleich eine Phase der deutschen Geschichte, die von gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen geprägt war. Mit 700 Seiten ist das Buch entsprechend umfassend geworden, gleichwohl das Leben von Dräger noch Stoff für weitere 700 Seiten geboten hätte. Mit der Biografie ist ein interessantes Porträt eines beeindruckenden und vielschichtigen Menschen in seiner Zeit entstanden.

Bernhard Dräger. Erfinder, Unternehmer, Bürger 1870 bis 1928

Ein Leben für die Wissenschaft

Barbara Mez-Starck lebte für die Wissenschaft. Die 1924 in Berlin geborene Chemikerin war Tochter von Hermann C. Starck, der 1920 in Berlin ein Unternehmen gegründet hatte, das mit Metallen, Erzen, Chemikalien, Fetten und Ölen handelte und aus dem später die Firma H. C. Starck wurde. Barbara Starck trat nicht in das väterliche Unternehmen ein, sondern entschied sich für eine wissenschaftliche Karriere. Sie wurde an der Universität Ulm Leiterin der „Sektion für Spektren- und Strukturdokumentation“. Hier gründete sie Mitte der 1970er Jahre MOGADOC, eine Datenbank für die Erfassung von Informationen über Substanzen in der Gasphase, die mithilfe der Elektronenbeugung oder der Mikrowellenspektroskopie bzw. der molekularen Radioastronomie untersucht werden.

Das väterliche Erbe versetzte sie in die Lage, 1998 die Dr. Barbara Mez-Starck-Stiftung ins Leben zu rufen, deren Zielsetzung die Förderung von Chemie und Physik ist.
Barbara Mez-Starcks Mutter war Jüdin. Aufgrund der bedeutenden Position des Vaters war es jedoch möglich, die Familie vor den Zugriffen des NS-Regimes weitgehend zu schützen. In einem Kapitel des Buches wird diese Zeit ausführlich beschrieben.

Informationen zum Buch

  • Autor:
  • ISBN: 978-3-940061-42-3 (dt. Ausgabe), 978-3-940061-43-0 (engl. Ausgabe)
  • Erschienen:
  • Sprache: Deutsch, Englisch

Leben und Stiftung

Fritz Meyer-Struckmann (1908–1984) war einer der großen Bankiers der Bundesrepublik. Der promovierte Jurist, der in der unmittelbaren Nachkriegszeit enger Mitarbeiter von Hermann Josef Abs war, hat in den 1950er und 1960er Jahren die Entwicklung des Essener Bankhauses Burkhardt & Co. – heute HSBC Trinkaus & Burkhardt – geprägt.

 

Die Biografie entstand im Auftrag der von Dr. Fritz Meyer-Struckmann im Jahr 1961 gegründeten Meyer-Struckmann-Stiftung, deren Stiftungsziel die Förderung vor allem der Geistes- und Kulturwissenschaften ist.

Informationen zum Buch

  • Autor:
  • ISBN: 978-3-940061-35-5
  • Erschienen:
  • Sprache: Deutsch
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Else Kröner – Unternehmerin und Stifterin

Else Kröner (1925–1988) war eine der erfolgreichsten Unternehmerinnen Deutschlands. In dem Buch wird der Lebensweg dieser außergewöhnlichen Frau geschildert. Else Kröner hat in den Nachkriegsjahrzehnten aus einem mittelständischen Betrieb ein international agierendes Pharmaunternehmen gemacht und damit die Grundlagen für den heutigen DAX-Konzern Fresenius geschaffen. 1983 gründete sie die gemeinnützige Else Kröner-Fresenius-Stiftung, deren Ziele die Förderung medizinischer Forschung und die Unterstützung notleidender Menschen sind. Else Kröner vermachte ihr Vermögen der Stiftung, die heute zu den größten Stiftungen in Deutschland zählt.

Stimmen zum Buch

„Diese Biographie bestätigt in vielem das Bild, das die neuere Forschung von Unternehmerinnen in der frühen Bundesrepublik gezeichnet hat. Dass eine Frau eine Firma dieser Größe leitete, war eben nur in einem Familienunternehmen möglich … Else Kröner verstand sich jedenfalls ausschließlich als Geschäftsfrau und stellte sich ganz in den Dienst der von ihrem Ziehvater geerbten Firma.“

Rezension von Johannes Bähr in der Historischen Zeitschrift (Vol. 297/1, 2013).

„Der Band betreibt keine Heiligenverehrung, und auch geschäftliche und private Misserfolge finden Erwähnung … Insgesamt entsteht ein anschauliches und dichtes Bild des allmählichen, aber stetigen Aufstiegs einer kleinen pharmazeutischen Firma zu einem Weltkonzern, wobei man umfassend über neue Produktionslinien sowie neue Werke und Niederlassungen informiert wird. Auch die Person Else Kröners wird in vielen Facetten deutlich, insbesondere ihr dezidiertes karitatives Engagement.“

Buchbesprechung von Dorothea Schmidt in der Zeitschrift für Unternehmensgeschichte (Nr. 1/2012).
Biografien

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  • Autor:
  • ISBN: 978-3-940061-44-7
  • Erschienen:
  • Sprache: Deutsch

Das Leben des Wolfgang Abshagen 1897–1945

Wolfgang Abshagen, geboren 1897, meldet sich mit nur 17 Jahren im Ersten Weltkrieg freiwillig zur kaiserlichen Marine-Infanterie. In den Zwischenkriegsjahren macht er Karriere in der aufstrebenden Filmbranche. 1939 wird er wieder einberufen, um nun bei der Abwehr unter Admiral Canaris Dienst zu tun. Hier, im Geheimdienst der Wehrmacht, entsteht eine Organisation des Widerstands gegen das NS-Regime. Abshagen gehört dazu und wird wegen des Attentats vom 20. Juli 1944 von der Gestapo verhaftet. Aus Mangel an Beweisen wird er auf freien Fuß gesetzt, doch aus der Wehrmacht entlassen. Kurz nach Kriegsende gerät Abshagen in die Fänge der sowjetischen Spionageabwehr SMERSCH.

Geheimdienst und Widerstand. Das Leben des Wolfgang Abshagen 1897–1945

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Ein Leben für die Technik

Joachim C. Römer ist das Paradebeispiel eines mittelständischen Unternehmers, der mit Technikbegeisterung, Ehrgeiz, Willensstärke und Wagemut sehr erfolgreich wurde. 1938 in Pullach bei München geboren, absolvierte er ein Studium der Elektrotechnik und gründete 1970 ein Ingenieurbüro, aus dem fünf Jahre später das Unternehmen AVS Ing. J. C. Römer GmbH hervorging. Die AVS Römer GmbH stellt vor allem Ventile und Verschraubungen her. In dem Buch wird die Geschichte der Firma und die berufliche Entwicklung von Joachim C. Römer erzählt. Es ist aber auch eine ganz persönliche Biografie eines Menschen. Joachim C. Römer starb 2011. Ihm zu Ehren wurde im gleichen Jahr die „Joachim Christian Römer Stiftung“ gegründet.

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planen und bauen

Die Freude am Planen und Bauen hat Heinz Josef Knapp (geb. 1930 in Achern) zu einem erfolgreichen Architekten werden lassen. In seiner mittelbadischen Heimat und weit darüber hinaus hat er Projekte realisiert. Nach dem Studium bei Egon Eiermann und Otto Haupt an der TU Karlsruhe arbeitete Knapp zunächst vier Jahre als Architekt in Schweden. 1960 gründete er sein eigenes Büro in Baden-Baden, mit dem er das gesamte Aufgabenfeld eines Architekten abdeckte: Er entwickelte Bebauungspläne, baute Schulen, Einfamilienhäuser und Wohnanlagen, Hotels und Sanatorien, Sportanlagen, Gewerbe- und Industriebauten. Außerdem wurden unter seiner Ägide in Baden-Baden bedeutende historische Gebäude saniert, wie etwa das Theater am Goetheplatz und der Baldreit. Darüber hinaus engagierte sich H. J. Knapp in der Kommunalpolitik. Das Buch über sein Werk ist somit auch als ein Beitrag zur jüngeren Architekturgeschichte Baden-Badens und Mittelbadens zu lesen.

ISBN: 978-3-940061-71-3
Erschienen: 2012
Sprache: Deutsch

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The Hawaiian line of the Eckart family

Das fränkische Emskirchen Mitte des 19. Jahrhunderts: Alle Nachkommen der Familie Eckart entschlossen sich, ihren Heimatort zu verlassen und woanders eine neue Existenz aufzubauen. So auch Christian und Maximilian Eckart, die sich 1855 bzw. 1868 dazu entschieden, nach Hawaii auszuwandern. Das Buch erzählt die bewegte Geschichte von Maximilian Eckart und seinen Nachkommen auf Hawaii. Zusammen mit Michael Kamp sowie Julia Gäbler berichtet der Unternehmer und ehemalige Inhaber der Münchner „Pfanni-Werke“ Otto Eckart, wie sich Maximilian Eckart auf Hawaii etablierte, dort ein sehr erfolgreiches Juweliergeschäft führte und schließlich eine große Familie gründete. Anhand zahlreicher Dokumente, Farbfotografien und Abbildungen wird die spannende Geschichte dieser außergewöhnlichen Familie rund um Maximilian Eckart und seine Nachkommen lebendig und greifbar illustriert. Dieser englischsprachige Sonderdruck stellt einen Auszug aus dem Band „Die Geschichte der Familie Eckart – Von Franken nach München und Hawaii“ dar, in dem die Familiengeschichte der Eckarts von 1460 bis 1936 erzählt wird.

Autor: Otto Eckart, Michael Kamp ISBN: – Erschienen: 2015 Sprache: Englisch

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