Bio von Anfang an

Neues Buch

Der Talhof in Heidenheim ist der drittälteste Demeter-Bauernhof der Welt und feiert 90 Jahre Demeter-Bewirtschaftung mit einem Hoffest – und mit einer Chronik.

Anna Pezold, Tobias Birken und Matthias Georgi erzählen in der neuen Talhof-Chronik, wie aus dem alten Hof des Scharfrichters in Heidenheim 1929 ein Demeter-Bauernhof wurde und wie sich daraus bis heute eine lebendige Hofgemeinschaft entwickelt hat.

Das Buch ist als Gemeinschaftsprojekt zwischen Neumann & Kamp Historische Projekte, dem August Dreesbach Verlag und dem Amthor Verlag entstanden. Gedruckt wurde es auf nachhaltigen Apfel-Papier.

222 Jahre Schuster AG

Neues Buch

Wieder ist ein sehr schönes und informatives Buch über die Schweizer Textilindustrie erschienen. Neumann & Kamp half bei Recherchen, Redaktion und der Bildersuche.

Die Geschichte der Schuster AG in St. Gallen reicht bis in das Jahr 1795 zurück. Christoph Diethelm, Firmeninhaber und Präsident des Verwaltungsrates, verfasste zum 222-jährigen Jubiläum eine Historie seines Unternehmens, verstarb aber leider im Jahr darauf.

Gemeinsam mit Isabelle Diethelm, der Tochter des Verstorbenen, kümmerte sich Neumann & Kamp nun um die Veröffentlichung des Textes.

Cover 222 Jahre Schuster AG

Wertvoller Schlamm

Neuer Artikel für das DATEV-Magazin

Alle zwei Monate erscheint im Magazin der DATEV unter der Rubrik „Werte & Visionen“ ein Beitrag aus der Feder von Neumann & Kamp, in dem verschiedenste Aspekte rund um die Themen Steuern und Finanzen in historischer Perspektive vorgestellt werden.

In der Juni-Ausgabe des DATEV-Magazins beschäftigen wir uns mit einer Steuer, die auf den ersten Blick kurios erscheint: der Nilschlammsteuer. Doch im ausgekügelten Steuersystem der alten Ägypter spielte sie eine zentrale Rolle.

Hier gibt es den Artikel sowie das gesamte Magazin kostenlos zu lesen.

DATEV-Magzin

Frisch aus dem Druck

100 Jahre Heer & Co.

Wir freuen uns über ein weiteres spannendes Schweizer Projekt, das Buch: 100 Jahre Heer & Co. Es bringt uns die wechselvolle Geschichte der eidgenössischen Textilindustrie näher.

Heer & Co. war ein Zürcher Seidenunternehmen, gegründet und aufgebaut zu Beginn der Industrialisierung in Thalwil. Der wirtschaftliche Aufstieg des Zürcher Raums und der Schweiz ist ohne die Zürcher Seidenindustrie nicht zu verstehen. Die Geschichte von Heer & Co. folgt ihren Entwicklungen vom Aufstieg im 19. Jahrhundert über die Blüte zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis hin zum Niedergang, der mit der Weltwirtschaftskrise einsetzte.

100 Jahre Heer & Co. Cover

Der History Marketing-Blog von Neumann & Kamp

Wenn Geschichte lebendig wird

Die Geschichte eines Lohnsteuerhilfevereins zu schreiben oder die Geschichte einer Baugenossenschaft – das klingt zunächst nicht unbedingt spannend. Wenn man sich jedoch in die alten Quellen vertieft, in handschriftlich verfasste Sitzungsprotokolle etwa oder vergilbte Schreibmaschinen-Durchschläge von Briefen, bekommt man einen ganz besonderen Zugang zu vergangenen Zeiten.

„Ein Heim für erwerbstätige Frauen und Mädchen“

So ließen die Recherchen zu der Chronik einer Baugenossenschaft die Stadt München in den 1920er-Jahren wiederauferstehen: Nicht nur Kunst und Kultur erlebten damals eine Blütezeit, auch die Baubranche boomte. In den Niederschriften der Aufsichtsratssitzungen des Bauvereins München-Haidhausen wurde die Planung, Finanzierung und Durchführung der damaligen Bauprojekte genau dokumentiert. Weil die handschriftliche Quelle in Sütterlin geschrieben ist, musste sie besonders genau gelesen und wichtige Teile transkribiert werden.

 

Die erste Seite des Protokolls der Gründungssitzung des Bauvereins München-Haidhausen vom 3. Februar 1919.

 

Ein Bauprojekt der Genossenschaft fiel aus dem Rahmen des Üblichen: Ein Heim für erwerbtätige Frauen und Mädchen, gebaut im Jahr 1925. Zu Beginn der Recherchen wussten wir Historiker nur, dass das Gebäude im Auftrag eines katholischen Vereins errichtet wurde. Dann fanden wir einen Namen: „Frau Amman“.

Eine unbekannte Heldin

Nachforschungen führten zu einer faszinierenden Frau, Ellen Ammann, einer deutsch-schwedischen Politikerin und katholischen Aktivistin. Das Wohnheim für arbeitende Frauen war nur eines von vielen Projekten, für die die sechsfache Mutter sich engagierte. Sie wurde 1919 in den Bayerischen Landtag gewählt und war eine erbitterte Gegnerin Adolf Hitlers. Sie gründete den katholischen Bayerischen Frauenbund Bayern und eine der ersten Ausbildungsstätten für soziale Arbeit in Deutschland.

Es gibt Literatur über Ellen Ammann, allerdings noch nicht viel. Zu den Spuren, die Ellen Ammann hinterlassen hat, gehörte eben auch die Erwähnung in den Protokollbüchern des Bauvereins München-Haidhausen. Und so sind wir auf diese spannende Frau gestoßen und sie wurde ein Teil unserer Geschichte, der Chronik einer Baugenossenschaft.

Wie durch die Lupe

„Mikrogeschichte“ faszinierte mich schon im Studium. Aus der genauen Betrachtung eines speziellen Ereignisses oder einer bestimmten Person lässt sich der Bogen zu den großen Erzählungen herstellen. Unsere Arbeit bei Neumann & Kamp besteht viel aus den kleinen Geschichten, aus dem Geschäftsalltag der Unternehmen oder Vereine, über die wir forschen und schreiben. Als Quellenmaterial steht uns oft ein Keller voller Dokumente zur Verfügung. So erschließen wir uns die Geschichte unserer Kunden Stück für Stück.

Gleichzeitig nehmen wir damit die Vergangenheit unter die Lupe – und entdecken immer wieder spannende Details. Für das Verständnis dieser Details ist es natürlich wichtig, sie im historischen Kontext zu betrachten. Aber manchmal ermöglichen sie umgekehrt einen ungewöhnlichen Blick auf diesen Kontext. Und dann wird Geschichte auf einmal lebendig: Auf der „Gänsewiese“ steht Ellen Ammann und betrachtet das eindrucksvolle dreiflügelige Gebäude, für „alleinstehende Frauen und Mädchen, die im Zusammenleben mit anderen Zusammenschluß und Rückhalt suchen ohne ihre Selbständigkeit aufgeben zu wollen“.

Lohnsteuerhilfe für alle

Einige Jahrzehnte später standen über 300 Menschen vor einem anderen Gebäude, einem unscheinbaren Büro in der Landsberger Straße. Auch diese Menschen begegneten uns bei einer historischen Recherche, diesmal zur Geschichte der Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. Und sie wurden für mich zu einem anschaulichen Bild für die Aufbruchsstimmung der späten 1960er-Jahre, in der Tausende Gastarbeiter nach München kamen und die Stadt am Vorabend der Olympischen Sommerspiele 1972 ein modernes U- und S-Bahn-Netz bekam. Diese Gastarbeiter waren dringend auf die Beratung für die Steuerrückerstattung angewiesen – unter anderem deshalb wurde die Lohnsteuerhilfe Bayern gegründet.

 

Ein Gemälde als Werbung für die Lohi in den 1970er-Jahren.

 

Bisher begeisterte mich am Ende noch jedes historische Thema, über das ich geforscht und geschrieben habe (eine Ausnahme bilden hier vielleicht die Tagebücher von Joseph Goebbels). Und es sind gerade die kleinen Details und die Alltagsgeschichten, die die Vergangenheit zum Leben erwecken. Viele dieser Geschichten erscheinen uns heute fremd, andere wirken altbekannt und vertraut – und für mich enthalten sie vor allem diese Botschaft: Geschichte ist nicht langweilig, sie ist spannend und sie betrifft uns.

von Katharina Roth

München, Juni 2019

 

Der History Marketing-Blog von Neumann & Kamp

Auf nach Schweden – deutsche Wirtschaftsarchivare tagen in Stockholm

„Archive ohne Grenzen – Grenzen für Archive“ – 55. VdW-Arbeitstagung vom 5.–7.Mai 2019

Eine Nachlese

 

Großer Empfang im Goldenen Saal des Stockholmer Stadshus

Jährlich trifft sich die Vereinigung deutscher Wirtschaftsarchivare zu ihrer großen Arbeitstagung. Meist fungiert eines der großen deutschen Unternehmensarchive als Gastgeber. Die 55. Tagung 2019 war anders geplant: Gastgeber war das Centrum för Näringslivshistoria (Zentrum für Unternehmensgeschichte) in Schweden und die deutschen Wirtschaftsarchivare machten sich auf nach Stockholm.

Traditionell beginnt die Tagung am Sonntagabend mit einem Empfang, diesmal im Goldenen Saal von Stockholms Stadshus, dem repräsentativen Sitz der Stadtregierung auf Kungsholmen. Die rund 100 aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angereisten Archivarinnen und Archivare wurden von der Präsidentin des Stockholmer Stadtrats, Cecilia Brinck und dem Direktor des Zentrums für Unternehmensgeschichte, Alexander Husebye, im Goldenen Saal begrüßt.

100 Teilnehmer, das klingt viel, es waren allerdings deutlich weniger Teilnehmer als sonst, Auslandsreisen werden eben nicht so leicht bewilligt. Neumann & Kamp Historische Projekte war mit zwei Vertretern präsent, Thomas Forstner als neuer Leiter der Abteilung für Archivdienstleistungen und Christian Zech. Neumann & Kamp ist seit vielen Jahren Stammgast auf der VdW-Tagung. Wir treffen hier Kollegen und Kunden aus Unternehmensarchiven, nehmen an den aktuellen Fachdiskussionen bei den Vorträgen teil und können uns auf der angeschlossenen Fachmesse über neueste Entwicklungen der Archivausrüster (Hard- und Software) informieren.

Schwedische Streichhölzer

Der Montag begann mit einer Begrüßung durch den VdW-Vorsitzenden Martin L. Müller und den stellvertretenden deutschen Botschafter in Schweden, Manfred Schüler, in der ehemaligen Garnisonskirche auf Skeppsholmen. Inhaltlich wurde die Tagung mit einem kurzweiligen Vortrag des in Stockholm beheimatete deutschen Kulturjournalisten Thomas Steinfeld eröffnet. Seinfeld zeigte Schlaglichter aus der Geschichte der deutsch-schwedischen Wirtschaftsbeziehungen auf. Erwähnt sei hier nur die Kuriosität des Zündwarenmonopolgesetzes aus dem Jahr 1930, welches der Firma des schwedischen Industriellen Ivar Kreuger als Gegenleistung für einen 500-Millionen-Kredit an das Deutsche Reich bis in die 1980er Jahre das Monopol auf die Produktion und den Vertrieb von Streichhölzern im gesamten Deutschen Reich bzw. der Bundesrepublik Deutschland einräumte.

Spuren deutscher Kaufleute in schwedischen Archiven

Die erste Sektion der Tagung widmete sich vielfältigen Aspekten der deutsch-schwedischen Wirtschaftsbeziehungen von der frühen Neuzeit bis in die jüngste Vergangenheit. Heiko Droste (Stockholm) ging in seinem Vortrag den spärlichen Spuren deutscher Kaufleute der frühen Neuzeit in schwedischen Archiven nach. Diese sind tatsächlich im ganzen Ostseeraum so gut wie überhaupt nicht vorhanden. Die Aktivitäten der Kaufmannschaft und deren enge Vernetzung mit dem Hof und den politischen Eliten sind nur auf Umwegen zu rekonstruieren, was angesichts der großen Bedeutung des Commerciumsim 17. Jahrhundert – etwa auch bei der Kriegsfinanzierung – Rätsel aufgibt. Warum hinterließen frühneuzeitliche Kaufleute im Gegensatz zu Adelsfamilien keine Archive? Sind sie verloren gegangen oder wurden sie nie angelegt? Droste hat hierauf bislang keine Antwort.

Einen Sprung in das 20. Jahrhundert vollzog Tony Nilson (Älmhut) mit seinem Vortrag über die frühe Expansion des schwedischen Einrichtungsriesen IKEA. Bemerkenswert erscheint die rasante Entwicklung des Unternehmens, das 1958 in der schwedischen Provinz sein erstes, für damalige Verhältnisse sehr futuristisches Möbelhaus eröffnete.

Ein weiterer Vortrag von Anders Houltz (Bromma) ging auf die vielfältigen Quellen deutsch-schwedischer Wirtschaftsbeziehungen ein, die sich in den rund 70 Regalkilometern Archivalien (!) des Centrum för Näringslivshistoria finden lassen.

Benjamin Obermüller vom Archiv der Henkel AG & Co KGaA (Düsseldorf) gab einen auch kulturhistorisch reizvollen Einblick in die Frühzeit der Aktivitäten des Unternehmens Henkel in Schweden. Wie zuvor die deutsche Hausfrau, musste auch die schwedische das „richtige Waschen“ erst lernen und sich von althergebrachten Methoden wie der Anwendung von mit Birkenasche versetzter Kernseife lösen, wozu das Unternehmen in den 1930er Jahren eigene „Persil-Schulen“ einrichtete.

Kulturgüterschutz und Unternehmensarchive in internationalen Konzernen

In der zweiten Sektion beschäftigten sich die Tagungsteilnehmer mit den unterschiedlichen Modellen des Kulturgüterschutzes in Deutschland, der Schweiz und in Schweden. Andrea Hohmeyer (Hanau) gab zuerst anhand des Beispiels des Konzernarchivs von Evonik einen Einblick in den Weg, einzelne Archivbestände in das Verzeichnis national wertvoller Archive eintragen zu lassen und dadurch vor Vernichtung oder Verbringung ins Ausland (etwa im Falle von Mergers & Acquisitions) zu schützen. Dies ist seit der Novellierung des Kulturgüterschutzgesetzes 2016 möglich, die eine für die Archive sehr positive Aufhebung der bisherigen Trennung von Archiv- und Kulturgut mit sich brachte. Bisher haben 27 Unternehmensarchive von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Anschließend stellte Flavio Häner von der Fachstelle Kulturgüterschutz des Kantons Basel-Stadt die Entwicklung der Gesetzgebung zum Kulturgüterschutz in der Schweiz vor. Diese ist ganz auf den Schutz im Falle von Kriegshandlungen, Katastrophen und Naturereignissen ausgerichtet, beinhaltet anders als die deutsche Gesetzgebung aber keinen Eingriff in die Rechte der Eigentümer. Hieraus entspann sich eine durchaus lebhafte Diskussion, in welcher vor allem der Gegensatz zwischen einer libertären und einer paternalistischen Staatsauffassung deutlich wurde.

Im Anschluss daran ging der Vortrag von Lars Ilshammar (Königliche Bibliothek zur Stockholm) zum Thema „Business and other private archives within the Swedisch archival framework“ etwas unter.

DSGVO im Archivalltag

Den Arbeitstag beschloss eine von Prisca Straub (München) moderierte Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Thema „Ein Jahr DSGVO – Erfahrungen, Probleme, Perspektiven.“ Die Aufregung, die mit dem Inkrafttreten der DGVSO einherging, war weitgehend unbegründet. Hierüber herrschte weitgehend Einigkeit bei allen Diskutanten. Dies ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass Datenschutz nur für lebende Personen gilt, Archive es aber vorwiegend mit toten Personen zu tun haben – sieht man von den Benutzern ab. Gleichwohl bleibt es eine vorrangige Aufgabe v.a. der Wirtschaftsarchivarinnen und -archivare – die ja stets ohne staatlichen Auftrag bzw. ohne archivgesetzliche Grundlage operieren – nachzuweisen, dass ihr Handeln im öffentlichen Interesse ist. Dies kann – wie die Diskussion zeigte – auf vielfältige Weise geschehen.

Das schwedische Modell für Unternehmensarchive und Unternehmensgeschichte

„Zukunftsperspektiven der Wirtschaftsarchive und der Unternehmensgeschichte“ war die Podiumsdiskussion betitelt, die den zweiten Arbeitstag eröffnete. Zunächst aber gab der Leiter des Centrum för Näringslivshistoria, Alexander Husebye (Bromma), einen interessanten Einblick in die Geschichte und Entwicklung dieser Institution. Traditionelle Unternehmensarchive existieren in Schweden kaum. Das Centrum wurde 1974 als Public Private Partnership zwischen der Stadt Stockholm und der Handelskammer gegründet und ist als gemeinnütziger Mitgliederverein mit derzeit rund 340 Mitgliedsunternehmen organisiert. Unternehmen aus ganz Schweden lagern ihre Archivalien im Centrum ein, bleiben aber im Regelfall deren Eigentümer. 22 Archivarinnen und Archivare betreuen die Bestände von derzeit rund 7.000 Unternehmen. Sie werden dort nicht nur verzeichnet und verwahrt, sondern auch – etwa in Publikationen wie einer eigenen Zeitschrift – der Öffentlichkeit präsentiert. Die Verfügbarkeit für die Unternehmen bleibt stets gewährleistet. Überschüsse des Vereins (der Umsatz liegt bei rund 5,5 Mio Euro im Jahr) fließen in ein Forschungssekretariat, das eigenständige nichtkommerzielle Projekte durchführt und externe Forscher unterstützt.

Schätze des Centrum för Näringslivshistoria

Bei einer abschließenden Exkursion in das Centrum för Näringslivshistoria am Nachmittag des zweiten Tagungstages konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort in Bromma über dessen vielfältige Aktivitäten informieren. Die Stockholmer Kollegen öffneten ihre Archivkartons und zeigten einige der ihnen anvertrauten Schätze, darunter auch Sammlungsobjekte wie Teile aus Karl Lagerfelds erster Kollektion für den schwedischen Modekonzern H&M und Ericssons ersten Tablet-Computer, gewissermaßen ein Vorläufer des iPad.

 

Die nächste VdW-Tagung wird vom 24.-26. Mai 2020 bei der Deutschen Bank und Frankfurt/Main stattfinden.

Kredit für den Papst

Neuer Artikel im DATEV-Magazin über die Banco Medici

Im Spätmittelalter etablierte sich Florenz als ein wichtiges Bankenzentrum in Europa. Hierher wandten sich die Herrschenden, wenn sie Geld benötigten. Eine der Familien, die mithilfe des Kreditgeschäfts zu Macht und Einfluss kamen, waren die Medici.

Neumann & Kamp verfasst regelmässig Beiträge für das DATEV-Magazin. In der April-Ausgabe werfen wir einen Blick auf das einst mächtige italienische Bankhaus. Den Artikel „Kredit für den Papst“ können Sie hier auf unserer Seite herunterladen und nachlesen. Wir wünschen viel Vergnügen beí der Lektüre!

Der History Marketing-Blog von Neumann & Kamp

Von Mainz nach München, Weinglas gegen Bierkrug für die Karriere. Eine Archivarin berichtet. Teil 3.

Archivar bei der Arbeit.

In der Hoffnung meine Motivation für das Berufsfeld des Archivars in Worte fassen und sowohl Familie als auch Freunden und Bekannten Rede und Antwort über meine Tätigkeit stehen zu können, ist dieser dreiteilige Blogeintrag mit dem Titel „Von Mainz nach München, Weinglas gegen Bierkrug für die Karriere. Eine Archivarin berichtet.“ entstanden (Teil 1 im Januar und Teil 2 in Februar 2019). Oftmals ist das Berufsfeld unbekannt, doch gewisse Vorurteile und Stereotypen verbinden viele Menschen mit den Worten: „Geschichtsstudent, Dokumente, Akten und Archiv“. Erläutert man kurz die berufliche Tätigkeit, bleibt bei vielen oft nur das hängen, was sie zuvor bereits über das Berufsfeld zu wissen glaubten: staubig, eintönig, kalte und dunkle Räumlichkeiten. Gern kommt dann ein salopper Spruch, wie: „Wenn du gern Ordner sortierst, kannst du gern auch mal bei mir zu Hause aufräumen.“ Dass es so leicht nicht ist, sollte inzwischen deutlich geworden sein, ein paar Antwortmöglichkeiten auf die gängigsten Stereotypen finden sich in diesem Beitrag.

Stereotype der Archivare:

„Archivare sind Einzelgänger und ihre Büroräume befinden sich im Keller.“

Auf dem Standort eines Archivs basieren die meisten Vorurteile gegenüber dem Berufsfeld, daher vorweg: nicht jedes Archivmagazin befindet sich im Keller. In Archiven finden sich nicht nur Papierstapel. Auch das ein oder andere Objekt findet den Weg ins Archiv. Je nachdem wie gut der Zustand der Räumlichkeiten ist (= stabile Böden, Schutz vor direkter Lichteinstrahlung, Lüftungsanlage etc.) können die Magazine auch überirdisch angelegt werden… man glaubt es kaum.

Als Archivar kommt man tatsächlich um das ein oder andere Kellerabteil nicht herum. So weit so gut. Für die Erhaltung der Archivalien sind lichtgeschützte und stetig temperierte Räumlichkeiten unabdingbar, dennoch sitzen und arbeiten die wenigsten Archivare ständig in diesen Archivmagazinen. Grundsätzlich empfehlen wir sogar, sowohl zum Schutz der Materialien als auch des Arbeitnehmers, das Archivmagazin und das Büro getrennt zu unterhalten.

Je nach Größenordnung des Archivs gibt es neben dem Archivar auch noch weitere Kollegen und Mitarbeiter. Besonders für Wirtschaftsarchivare ist der Kundenkontakt ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit. Berührungspunkte gibt es nicht nur mit Auftraggebern/Kunden, sondern auch mit den Mitarbeitern des zu betreuenden Unternehmens, die Unterlagen an das Archiv abgeben oder solche, die sich mit Suchanfragen an das Archiv wenden. Dieser Austausch macht wiederum die Kernaufgabe eines Archivs deutlich: Nutzbarkeit und Transparenz.

„Archivare arbeiten mit staubigen Aktensammlungen, die keiner mehr braucht.“

Archivchaos
Staub und Spinnen – Der Graus eines jeden Archivars.

„Archivare arbeiten mit staubigen Aktensammlungen, die keiner mehr braucht“ – Diese Aussage ist ein Klassiker unter den Stereotypen und beinhaltet eines der häufigsten Missverständnisse, mit denen sich Archivare konfrontiert sehen. Zunächst einmal: nicht jede Archivalie in einem Archivmagazin ist uralt und staubig. Archive bewahren Akten auf, die im alltäglichen Geschäftsgebrauch nicht mehr benötigt werden, die jedoch weiterhin eine Bedeutung für Geschichte und Selbstverständnis des Unternehmens behalten.

Hier zu nennen sind beispielsweise Marketingunterlagen der vergangenen Jahrzehnte, Kataloge und Broschüren, Akten der Rechtsabteilung und vieles mehr. Besonders für die Rechtsabteilung ist das Archiv immer auch eine Art Versicherung, mit der ehemalige Vorgänge, wie zum Beispiel Patentverhandlungen, nachvollzogen werden können. Im Archiv lagern daher – im Idealfall – nur die Bestände, die archivwürdig sind und die das zuvor gesteckte Ziel des Unternehmensarchivs unterstützen.

„Scannen geht doch schnell und kostet kaum Zeit!“

Das Thema Digitalisierung ist zwar ein äußerst wichtiges Thema, in der Archivwelt ist es aber noch nicht flächendeckend angekommen. Das mag an mangelnden Kenntnissen liegen, ist jedoch häufiger eine Frage der finanziellen und personellen Gegebenheiten eines Archivs. Klar ist: die Digitalisierung von Beständen ist nicht nur kosten-, sondern auch zeitintensiv. Die Erstellung und Speicherung von Scans haben im Archivbetrieb unterschiedlichen Nutzen. Zum einen stellen sie digitale Sicherungskopien dar, schützt die analogen Originaldateien und vereinfacht die Zugänglichkeit und Nutzung des Inhalts der Akte/des Fotos. Besonders in großen Unternehmensarchiven kommen die Bestände inzwischen gehäuft als „digital born data“ an. Sie liegen also nur noch digital und nicht notgedrungen analog vor. Diese Datensätze, ebenso wie die gescannten Bestände, müssen auf dem Server gespeichert, einer Signatur zugeordnet und im Idealfall in die Datenbank übertragen werden. Das kostet sehr viel Zeit, denn mit copy/paste ist es nur selten getan, denn es gilt: digitalisieren heißt nicht einfach speichern!

„Archivarbeit, ist das nicht super langweilig?“

Der Beruf der Archivare wird noch immer mit Langeweile, Staub und Eigenbrötelei verbunden. Die Definition von Langeweile liegt jedoch – wie immer – im Auge des Betrachters. Ich persönlich schätze die Kombination aus Team- und Einzelarbeit sehr, mag geregelte und strukturiere Prozesse und arbeite gerne gewisse Aufgaben unabhängig ab. Als Archivar gilt es Gegensätze zu überwinden und vermeintliche Grenzen aufzuweichen: aufbewahren vs. kassieren, Einzelarbeit vs. Kundenkontakt, Archivarbeit vs. Öffentlichkeitsarbeit. Besonders in Wirtschaftsunternehmen ist der Archivar stark in die Kommunikation des Unternehmens miteinbezogen und kommt so auch in den Genuss, das Archiv einem größeren Publikum vorzustellen, etwa in Form eines Newsblog-Eintrages oder im Rahmen eines Beitrages in der Mitarbeiterzeitschrift des Unternehmens. Wie vielfältig mein Beruf ist, hängt auch viel von dem persönlichen Engagement ab, angefangen bei der Auflösung von Stereotypen rund um das Archiv.

„So ein Archiv ist doch nur totes Papier, ohne Nutzen für das Unternehmen.“

BSH-Wiki Startseite
Archive richtig nutzen – etwa mit einem Online-Wiki.

Der Nutzen für das jeweilige Unternehmen ist vielseitig und hängt – wie so häufig schon angesprochen – mit der Zielsetzung des Unternehmens zusammen. Häufig wird das gesamte Archivprojekt durch ein anstehendes Firmenjubiläum angestoßen, anlässlich dessen das Unternehmen sich seiner Geschichte bewusst werden und diese nach außen hin präsentieren möchte. Damit zusammen hängt auch der Gedanke mit dem Archiv sogenanntes „History Marketing“ zu betrieben. Die Arbeit des Archivs kann daher sowohl Werbung für den Kunden sein als auch gleichzeitig den eigenen Fortbestand sichern. Je mehr Aufmerksamkeit das Archiv als Einrichtung bekommt – beispielsweise durch eine Vielzahl an (Recherche-) Anfragen –, desto größer ist auch die Reichweite der im Archiv lagernden Informationen, was wiederum Werbung für das Unternehmen selbst bedeutet.
Ein jedes Archiv hat einen Nutzen und ist im Nutzerinteresse ausgelegt. Archivaren geht es nicht um das Sammeln und Aufbewahren des Sammelns wegen, sondern die archivierten Bestände sollen aus ihrer Versenkung geholt und genutzt werden.

Sicherlich gibt es noch viele weitere wichtige Punkte zu allen Beitragsthemen der letzten Wochen. In meinem Blogeintrag ging es vermehrt um persönliche Eindrücke und Erfahrungen sowie um ein lockeres Umgehen mit Vorurteilen. Zum Glück hat nicht jeder Mensch die gleichen Interessen und zum Glück muss nicht jeder alles verstehen bzw. das Interesse für bestimmt Themengebiete teilen können. In der Hoffnung dennoch ein bisschen Licht ins Dunkel gebracht und Interesse am Archivwesen geweckt zu haben!

Klick, klick, klick

Das BSH-Wiki erreicht 400.000 Besucher

Unser Wiki zur Geschichte der BSH Hausgeräte GmbH hat mittlerweile insgesamt mehr als 400.000 Besucher!

Zum 50. Jubiläum der BSH Hausgeräte GmbH 2017 ging das Geschichtswiki über die Historie des bekannten Hausgeräteherstellers online. Das von Neumann & Kamp erstellte und frei im Internet zugängliche BSH-Wiki präsentiert detailliert die Firmen- und Markengeschichte.

250.000 Besucher haben bisher die deutsche Version des Geschichtswikis besucht, bei der englischen Version waren es über 150.000 Besucher. Die Zahlen zeigen: ein Besuch lohnt sich!

Hier der Link zum deutschen BSH-Geschichtswiki.

Und hier der Link zum englischen BSH-Geschichtswiki.

Der History Marketing-Blog von Neumann & Kamp

Asterix, Maus, Prinz Eisenherz und Co.– Geschichte im Comic

Geschichte im Comic: kleine Auswahl an Comics mit Geschichtsbezug.

Gezeichnete Geschichte

Erfreulicherweise wächst in Deutschland mittlerweile das Angebot an Comics. Entsprechende Auslagen im Presseshop am Bahnhof fristen kein Nischendasein mehr. Auch die Einschätzung, dass es sich bei Comics in erster Linie um ein Medium für Kinder und Jugendliche handelt, das schlichte und oberflächliche Geschichten erzählt, scheint zu bröckeln.1 Vielen Comics lässt sich eine gewisse Belanglosigkeit – was nicht, so der „klassische“ Vorwurf gegen Comics, mit einer Verdummung der Leser gleichzusetzen ist – bescheinigen. Allerdings existieren genügend komplexe und anspruchsvolle Comics, die die verallgemeinernde Einschätzung widerlegen.2

Viele Comics transportieren auf unterschiedliche Art und Weise einen historischen Inhalt, mal vielschichtig, mal relativ simpel. Es sind gewissermaßen Geschichtscomics. Dazu eine kleine, unvollständige Auswahl: Die Universität Basel veröffentlichte zu ihrem 550. Geburtstag einen Comic – Unsere Universität –, der die Gründungsgeschichte der altehrwürdigen Hochschule erzählt. Die Allianz sponserte etwa zwanzig Jahre lang die Comicreihe Max und Luzie, in der die beiden namensgebenden Kinder gemeinsam mit einem chaotischen Erfinder durch die verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte reisen. In Alpha: Directions werden gleich mehrere Milliarden Jahre Geschichte höchst eindrucksvoll abgehandelt. Etwas weniger umfassend dafür umso witziger ist The Cartoon History of the Universe. Auch Comic-Biografien gibt es, etwa zu Johnny Cash oder Nick Cave. Doch was macht einen Comic zu einem Geschichtscomic? Reicht dafür das bloße Auftreten einer historischen Persönlichkeit, oder ist die Auseinandersetzung von Autor und Zeichner mit der historischen Materie ausschlaggebend für diese Kategorisierung? Hal Foster z. B., der Schöpfer von Prinz Eisenherz, stand in den vier Jahrzehnten, in denen er an dem Comic arbeitete, in ständigem Kontakt mit Forschern, um der Serie möglichst viel Authentizität zu verleihen.3

Arten von Geschichtscomics

Der Germanist und Historiker Bernd Dolle-Weinkauff schlägt eine Unterscheidung in drei Arten von Geschichtscomics vor. Als erste Gruppe nennt Dolle-Weinkauff Fiktionen, bei der Geschichte lediglich als Dekor genutzt wird. Berühmtestes Beispiel hierfür dürfte wohl der Gallier Asterix sein. Bei dessen Abenteuern werden historische Versatzstücke verwendet, die im Zusammenspiel mit Anachronismen, wie etwa im Stau stehende Touristenmassen, als „Gaglieferant“ dienen. Die zweite Gruppe umfasst Comics, die einen historisch dokumentarischen Anspruch besitzen, oft verbunden mit einer bestimmten Intention. Dazu zählt z. B. Art Spiegelmanns Maus, der den Holocaust und die Erinnerung daran dokumentiert. Spiegelmann: „I need to show the events and memory of the Holocaust without showing them. I want to show the masking of these events in their representation.“4

Die dritte Gruppe umfasst Comics, die in ihrem Stil historischen Romanen ähneln: Frei erfundene Geschichten werden in einer (pseudo-)historischen Epoche angesiedelt, wie beispielsweise der eingangs erwähnte Prinz Eisenherz von Hal Foster. Die Geschichte spielt hier im 5. Jahrhundert, obwohl das Setting eher dem Hochmittelalter entsprungen zu sein scheint. Natürlich ist dies nur eine von vielen Kategorisierungsversuchen und es existieren dabei keine festen Grenzen, dafür aber zahlreiche Mischformen.5

Komplexe Herausforderung

Comicautoren beziehungsweise -zeichner von historisierenden Comics stehen im Allgemeinen vor der Herausforderung, einen historischen Sachverhalt, der teilweise auch noch dem Leser bekannt ist, als geschlossene Geschichte zu präsentieren. Es geht also in der Regel nicht darum, neue historische Erkenntnisse zu vermitteln, sondern „Geschichte“ spannend zu erzählen. Schließlich soll ein Comic vor allem unterhalten. Die Bildungsfunktion ist meistens zweitrangig. Nichtsdestotrotz können Comics zur Verbreitung von historischen Kenntnissen beitragen und durchaus eine pädagogische Wirkung erzielen.6

Und sie funktionieren natürlich auch als unterhaltsames Werbemittel. Unternehmen können Geschichtscomics nutzen, um ihre Gründungsgeschichte, frühe Persönlichkeiten oder wichtigen Erfindungen zu präsentieren. Gestalterisch sind kaum Grenzen gesetzt.

Geschichte im Comic: Archis bei der Arbeit: Dr. Meal, Miss Birdie und Rasnag.

(Auch über die Arbeit von N&K-Archivaren lässt sich ein Comic gestalten.)

Geschichte in Wort und Bild

Wichtig: Der Leser muss sich in die erzählte Geschichte hineinversetzen können. Es geht nicht um das Wissen, um die Ereignisse, sondern um das Erleben der Ereignisse.7

Im Unterschied zur Geschichtsschreibung wird im Comic Geschichte in Bildern erklärt und umgesetzt, die keine authentische Wiedergabe der Vergangenheit, sondern visuelle Rekonstruktionen darstellen.8 Ein Comic „funktioniert“ durch das Zusammenwirken von Wort und Bild: Was das Bild nicht erklärt, wird durch Dialog und Text erklärt und umgekehrt. Davon abgesehen muss auch der Historiker, der in seiner Rekonstruktion der historischen Wirklichkeit dem Prinzip der Überprüfbarkeit gehorchen soll, auf fiktive Elemente zurückgreifen. Dafür kann der Historiker unklare Positionen konkreter benennen und kennzeichnen. Das ist im Comic nur schwierig umzusetzen. Der Comicautor ist mehr oder weniger dazu gezwungen, sich für eine Geschichtsinterpretation – die allerdings nicht der gängigen Meinung entsprechen muss – zu entscheiden. Gleichzeitig besteht natürlich die Gefahr, dass der ggf. von einem Comic vertretene Anspruch auf Authentizität nicht der historischen Wirklichkeit entspricht. Eine solche Täuschung muss nicht absichtlich geschehen. Denn eine historische Persönlichkeit lässt sich zwar relativ einfach abbilden, ihre Darstellung im historischen Kontext ist aber um ein Vielfaches schwieriger, da ihr Umgang darin prinzipiell unbekannt ist. Letztlich ist es allein dem Leser mit seinem jeweiligen kulturellen Hintergrund überlassen, wie er die in Text und Bild dargestellte Geschichte interpretiert. Er kann dabei die Möglichkeit zur nachträglichen und wiederholten Überprüfung nutzen, die ihm das Medium Comic bietet.9 Der Leser verzeiht einem Comic vielleicht auch eher eine historische Ungenauigkeit, als er es bei einem Film getan hätte.

von Tobias Birken
München, März 2019

Mehr zu dem Thema:

Stephan Ditschke: Comic als Literatur. Zur Etablierung des Comics im deutschsprachigen Feuilleton seit 2003, in: Daniel Stein, Katerina Kroucheva, Stephan Ditschke (Hg.): Comics. Zur Geschichte und Theorie eines populärkulturellen Mediums, Bielefeld 2009, S. 265–280.

Bernd Dolle-Weinkauff: Jugurthas zweiter Fall. Die Vermittlung von Geschichtsbildern über Bildergeschichten ist möglich, in: Börsenblatt für den deutschen Buchhandel, H. 20 (1986), S. 654–659. Gerald Munier: Geschichte im Comic. Aufklärung und Fiktion? Über Möglichkeiten und Grenzen des historisierenden Autorencomic der Gegenwart, Hannover 2000. Andreas Platthaus: Die 101 wichtigsten Fragen. Comics und Manga, München 2008. Stefan Wolfinger: Von Karl Marx bis Carl Barx. Comics und Geschichte, Wien 1999 ( = Neue Aspekte in Kultur- und Kommunikationswissenschaft, Bd. 15) James E. Young: The Holocaust as vicarious past: Spiegelman’s Maus and the afterimages of history, Critical Inquiry 24.

Anmerkungen

1) Vgl. dazu besonders Ditschke: Comic als Literatur, S. 265–280.

2) Vgl. Platthaus: Die 101 wichtigsten Fragen. Comics und Manga, S. 13 f.

3) Vgl. Munier: Geschichte im Comic, S. 18.

4) Young: The Holocaust as vicarious past, S. 687.

5) Dolle-Weinkauff: Jugurthas zweiter Fall, S. 654–659.

6) Vgl. Wolfinger: Von Marx bis Barx, S. 78.

7) Ebd., S. 74.

8) Ebd., S. 117.

9) Ebd., S. 73, S. 88.